Montag, 9. Juni 2014

Das Experiment: Ein Sprung über meinen kulinarischen Schatten.

Hallo ihr Lieben,

neulich habe ich mir den Film "Julie und Julia" angeschaut. Er behandelt die Geschichten zweier Frauen:
Julia Child erlernt in den 60ern aus Langeweile während eines längeren Aufenthaltes mit ihrem Diplomatenehemann in Frankreich die Kunst der französischen Küche und muss feststellen, dass es kein englisches Kochbuch über die französische Küche auf dem Markt gibt. Mit zwei Freundinnen beginnt sie die umfangreiche Ausarbeitung eines umfassenden Kochbuchs.
Anfang der 2000er steht Julie ohne Ziele und Träume da. Sie ist gerade mit ihrem Mann in eine Wohnung nach Queens gezogen, in der sie sich nicht wohl fühlt, ihr Bürojob ödet sie an und sie weint Ihrem längst begrabenen Traum Autorin zu sein hinterher.
Ihr Leben ändert sich, als sie beschließt einen Blog zu starten. Sie will innerhalb eines Jahres alle 524 Rezepte des Kochbuches von Julia Child nachkochen.

Um ehrlich zu sein war der Film für mich jetzt nicht so der Knaller. Aber ich fand ihn trotzdem inspirierend.
Denn die Idee sich an etwas neues heranzuwagen, egal wie merkwürdig die Kombination klingt, reizt mich schon sehr. Denn wenn wir ehrlich sind: Auch wenn wir gerne kochen, noch lieber bleiben wir in sicheren Gewässern und hantieren mit Zutaten, die wir gut (zusammen) kennen.

Deswegen habe ich beschlossen einen auf Julie zu machen und auch ein Kochbuch durchzukochen.  Da ich am Ende nicht aussehen will wie ein Hefekloß und nicht mit einem Nervenzusammenbruch enden will (Ich habe mir auch ein französisches Kochbuch zugelegt, aber Himmel! Was für Zutaten, was für Rezepte! Da bin ich nachher arm und schlaflos, weil ich die Nächte durchkochen muss.), habe ich nicht zu einem französischen Kochbuch gegriffen, sondern zu dem hier:



Das kunterbunte Kochbuch "Tafelfreuden" ist im GU Verlag erschienen und beinhaltet Rezepte von Andreas Neubauer, Fotos von Michael Wissing und Texte von Katja Jührend.

Ich habe es von meiner Mutter geschenkt bekommen und es hat mich direkt beim Durchblättern fasziniert. Es ist solo appetitlich! 
Aufgeteilt in Rezepte passend zu den vier Jahreszeiten stellt es den perfekten Partner für mein Projekt dar.
Besonders ist hierbei die Aufteilung. Im vorderen Teil des Kochbuches werden die Speisen äußerst appetitlich abgebildet (da läuft einem echt das Wasser im Munde zusammen- nur beim Durchblättern). Daneben findet man manchmal auch das Rezept dazu- oft allerdings schwer leserlich. Denn die Rezepte werden so abgebildet, wie sie oftmals in der Küche herumfliegen: Auf Postkarten, Notizzetteln, Servietten schnell notiert. Im hinteren Teil gibt es dann noch einmal alle Rezepte aufgelistet.
Eine, wie ich finde, gelungene Idee. Vor allem, weil man erst nur sieht: Lecker! Und dann hinten sieht: Ach, das kommt da rein? Ich finde, da wagt man gleich mal mehr.

Und darum soll es in diesem Projekt gehen: Dinge wagen, Dinge ausprobieren, über den eigenen kulinarischen Schatten springen.
Dabei stelle ich nicht die Rezepte vor. Das darf ich nicht und darum geht es mir auch nicht.
Vielmehr möchte ich mit euch meine Erfahrungen mit dem Neuen, Ungewohnten teilen und euch im besten Falle selbst dazu inspirieren euch auf neue Zutaten und Mischungen einzulassen.

In diesem Sinne: Beginnen wir mit dem Sommer.




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