Sonntag, 23. November 2014

Das Ende des Herbsts- und eine Einsicht




Hallo ihr Lieben,

ich habe mich gewehrt. Mit Händen und Füßen. Hätte mich am liebsten aus allen Communitys ausgeloggt und mich offline in meine herbstlich dekorierte Bude verkrochen.
Ich hab einfach nicht einsehen wollen, dass der Herbst schon wieder vorbei ist. Aber heute ist Totensonntag und ich hisse die weiße Fahne: Okay, ciao Herbst, mach Platz für den Winter.

Der Grund meiner renitenten Verweigerungshaltung liegt nicht nur in der Tatsache, dass Winter und Weihnachtsgefühle immer einhergehen mit dem Ende eines Jahres. Und echt jetzt, ich bin noch nicht bereit dafür, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist. Hallooooho, das geht mir zu schnell! Bitte ma das Tempo drosseln. Danke.
Vielmehr muss ich mir selbst eingestehen, dass "das Experiment" irgendwie ein Flop geworden ist. Ich habe nur zwei Rezepte ausprobiert. Zwei! Das ist der Bruder von eins und ein mal ist bekanntlich kein mal. Gescheitert. Jetzt aber echt.

Dann ist das so. Dann schmeiß ich euch jetzt ein Resume umme Ohren:
Neues ausprobieren ist knorke. Es bereichert Speiseplan und Gaumen und erstaunt einen immer wieder. Ungewöhnliche Kombis sind manchmal das beste, was dein Mund je abbekommen hat. Deswegen behalte ich das bei und sag nicht immer: "Was? Das passt doch nicht!" Kopp zo, Geli, ausprobieren. Danach kannste immer noch meckern, dass es nicht schmeckt (tu ich dann aber fast nie- weil es eben doch schmeckt).

So- das sollte gesagt werden.

Gestern Abend war der Mann auf Arbeit (arme Studenten brauchen eben Taschengeld). Ich habe die Zeit genutzt die Bude auf Hochglanz zu bringen (was mir auch fast geglückt ist), lautstark die alljährliche Weihnachtsmusiksaison zu eröffnen und den Herbstkram in Kisten zu stopfen, um Platz für die Winterdeko zu schaffen.
Das Resultat poste ich in den nächsten Tagen :)

Heute war dann doch nochmal volle Kanne Herbst- wahrscheinlich, um mich ein bisschen zu ärgern, weil ich ja jetzt schon so auf Weihnachten gepolt bin.

Nach einem leckeren Mittagessen mit der Schwieger-Oma (es gab weihnachtliches Hirsch-Gulasch) haben wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang im Stadtwald gestartet. Mit dabei: mein Freund die Kamera, um das fette Grinsen dieses Herbsttages (der laut Fee ja der allerletzte dieses Jahr ist) einzufangen. Falls mir die Nachwelt nicht glauben sollte, dass das Wetter einen auslachen kann.

Dabei hab ich noch zwei lange Stöcker gesammelt für ein Mini-DIY, das ich in Planung habe. Hömma is dat witzig als erwachsene Frau mit zwei 1,50 m Stöcken durch die Gegend zu laufen (okay okay, ich seh jung aus. Die Leute dachten wahrscheinlich: Was macht der Mann mit dem Kind da). Die Leute gucken, als ob du zwei Köppe hättest. Ich habe damit übrigens auch den Mann gepiekst. Er fand das nicht witzig. Ich schon.

Und hier ist es: das hämische Grinsen des Spätherbsts.
















...und hier konnte wohl noch einer seinen Augen nicht trauen und hat sein Sehvermögen gleich an den Nagel Baum gehängt. Oder der Baum war kurzsichtig, weiß nicht. Hab ihn nicht gefragt.

Jetzt läuft der Ofen schon wieder (zum dritten Mal heute! Musste dem Mann noch ein Brot backen. Ja ich weiß, perfect Wife. ) : Der Hefeteig für meinen Zwiebelkuchen muss sich gehen lassen. Heute spielt der Tatort nämlich in Stuttgart und das Internet hat mir gesagt, in Stuttgart esse man Zwiebelkuchen. Dem Internet kann man doch glauben, oder?

Bei allem, was ihr heute noch so vorhabt- tut es mit einem lächeln im Herzen.

Liebst,

eure Geli

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